Wednesday, February 22, 2012
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Facharbeit

aus dem Fach

Musik

 

 

Musikverein Waldaschaff

-

Entstehung und Entwicklung eines Kulturträgers

 

 

Inhalt

         
   

I.      Vorwort     

II.      Ursprünge des Vereins

III.    Das Blasorchester

 

1. 1972 – 1975: Rudolf Hain

1.1  Konzerte, Auftritte

1.2  Wertungsspiele

1.3  Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde

1.4  Beitritt in den Verband

1.5  Gründungsfest

1.6  Freizeitaktivitäten

 

2. 1975 – 1982: Andreas Klusak                                                      

2.1  Konzerte, Auftritte                                                                                  

2.2  Wertungsspiele                                                                                      

2.3  Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde                                     

2.4  Die Tanzgruppe des Blasorchesters                                                       

2.5  Freizeitaktivitäten                                                                                  

 

3. Seit 1982: Bernd Zwiesler                                                            

3.1  Konzerte, Auftritte                                                                                

3.2  Wertungsspiele                                                                                      

3.2.1  Verbandswertungsspiele                                                         

3.2.2  Bundeswertungsspiel 1997                                                     

3.2.3  Landesmusikfest 2001                                                            

3.2.4  Wertungsspiele 2007                                                              


3.3  Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde                                     

3.3.1  Allgemeines                                                                            

3.3.2  Sommernachtsfest, Apfelweinfest                                         

3.3.3  Waldaschaffer Zeltkerb                                                          

3.4  Besetzung                                                                                              

3.5  Verschwisterung mit Clonakilty, Irland                                                

3.5.1  Geschichte                                                                              

3.5.2  Jubiläumsreise 2007                                                                

3.6  Freizeitaktivitäten                                                                                  

 

IV.    Das Akkordeonorchester                                                                   

 

V.      Jugendarbeit                                                                                          

 

1.  Musikalische Früherziehung                                                                    

2.  Instrumentalausbildung                                                                           

3.  Jugendblasorchester                                                                                

4.  Bläserklasse                                                                                             

5.  Qualifikationen für das Blasorchester                                                     

6.  Freizeitaktivitäten                 

                                                                                 

VI.    Nachwort                                                                                                                                

VII.   Quellen                                                                                                     

VIII. Anhang                                                                                                    

 

 

I. Vorwort

Wie Bernd Zwiesler, aktiver Dirigent des Waldaschaffer Blasorchesters, häufig zu sagen pflegt, hat auch die Jugend unserer Generation Verantwortung zu übernehmen. In einem Umfeld, das zunehmend von Egoismus und übertriebenem Individualismus regiert wird und in dem sich eine Null-Bock-Mentalität unter den Jugendlichen breit macht, scheint es doch Menschen zu geben, die ihre Freizeit sinnvoll nutzen und sich in einer gesunden Gemeinschaft zum musizieren zusammenfinden. Der Blasmusikverband Vorspessart mit seinen Mitgliedsvereinen stellt ein beeindruckendes Beispiel für das Engagement vieler junger Menschen dar, die sich der Musik mit Freude und Begeisterung hingeben und dabei gleichzeitig eine Basis für zukünftiges Bestehen schaffen. Als einer von vielen Jungmusikern weiß ich, wie viel Arbeit und Fleiß in einem Konzert steckt und welche Aufgaben ein Verein zuverlässig erfüllt, die ein Außenstehender kaum wahrnimmt. Aus diesem Grund und anlässlich des 35-jährigen Jubiläums möchte ich in der folgenden Arbeit ausführen, wie „mein“ Verein entstand, was er den Menschen, der Gemeinde und den Mitgliedern bietet und was ihn in einer Gesellschaft mit einem so vielseitigen kulturellen Angebot überhaupt auszeichnet.

 

Der Arbeit sind Bilder, Urkunden, Konzertprogramme und eine repräsentative Auswahl an Hörbeispielen der letzten Konzerte auf einer Daten-CD beigefügt.

 

II. Ursprünge des Vereins

Die Geschichte der Blasmusik in Waldaschaff, Landkreis Aschaffenburg, reicht in ihren Anfängen bis in das frühe 20. Jahrhundert zurück. Nachweislich existierte seit 1926 eine Art Gemeinschaft, die sich der Marsch- und der Kirchenmusik hingab, traditionelle Aufgaben in der Gemeinde erfüllte, aber nicht in der Form als Verein organisiert war, wie ihn die Waldaschaffer heute kennen. Zwischen 1945 und 1950 trat diese Blaskapelle offiziell dem Gesangverein „Liederkranz“ bei, welcher seit 1908 in der Gemeinde  besteht. Jahrzehnte lang hielt der Bund, bis die Musikanten beschlossen, sich loszulösen und selbst einen unabhängigen, eigenständigen Verein zu gründen. Sie wollten nicht länger nur ein Anhängsel des Gesangvereins sein, sondern von nun an selbst über die Zukunft der Blasmusik in Waldaschaff entscheiden.

Vor gut 35 Jahren, am 8.10.1972, wurde in Waldaschaff ein neuer Kultur tragender Verein konstituiert. Durch Voranzeigen, ein Schaukonzert und Einladungen im örtlichen Mit-teilungsblatt hatten die Mitglieder der Kapelle für die Gründungsversammlung im Gasthaus „Zur Rose“ geworben. Insgesamt 69[1] Bürger Waldaschaffs unterzeichneten die Beitrittserklärungen. Die Wahl der Gesamtvorstandschaft[2] wurde durch eine kurze Erläuterung des Waldaschaffer Bürgermeisters Herbert Brehm eröffnet. Er wünschte dem ersten Vorstand Felix Schmittner viel Erfolg für seine gewiss nicht leichte Aufgabe. In einer kurzen Ansprache gab der Vorstand das Versprechen, den Musikverein aufzubauen und bestmöglich zu führen.  Mit diesen Worten wurde die Versammlung geschlossen. Der Musikverein Waldaschaff hatte durch Spendengelder in Höhe von 1100 DM und arbeitswilligen Mitgliedern eine gute Startbasis. Es war aber noch ein langer Weg zu dem musikalischen Niveau, das das Blasorchester der Zuhörerschaft heute bieten kann.

 

 

III. Das Blasorchester

 

1. 1972 – 1975: Rudolf Hain

Rudolf Hain, geboren am 3.09.1910 und aufgewachsen in Unterafferbach, Gemeinde Goldbach, war der erste Dirigent des Musikvereins. Er genoss bei der Reichswehr und dem Musikchor der Wehrmacht eine gute und langjährige Ausbildung zum Militärmusiker.

Diese Zeit prägte ihn und erweckte seine Liebe zur Musik. Lange vor Gründung des Vereins leitete er die örtliche Blaskapelle und war 1949 auch Dirigent des Gesangvereins ,,Liederkranz“, welchem die Bläser damals noch angehörten. Der gelernte Hufschmied beherrschte das Tenorhorn und das Bariton. Sein Stil, traditionelle, militärische Marschmusik mit der Kapelle einzustudieren und moderneres Liedgut hauptsächlich  zu meiden, prägte die ersten Jahre des Vereins.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.1 Konzerte, Auftritte

Am 14.04.1973 konnte nach intensiver Vorbereitung das erste Frühlingskonzert des jungen Musikvereins im „Gasthaus zum Löwen“[3] stattfinden, welches seitdem in musikalischer Hinsicht den Höhepunkt des Jahresablaufs darstellt. Zu dieser Aufführung wird jedes Jahr ein komplett neues Programm einstudiert. Die drei Konzerte in der Dirigentenzeit Rudolf Hain’s  spiegelten deutlich sein Hauptinteresse an der Militärmusik wieder. Bis 1975 fanden die Konzerte im „Löwensaal“ statt. Eine Grundlage für diese musikalischen Darbietungen stellte immer die Gesamtprobe dar. Die Vorstandschaft einigte sich auf einen allgemeinen, regelmäßigen Termin. Sonntagmorgens fanden sich die Musiker des Blasorchesters in den Kellerräumen des Vereinslokals „Zur Rose“ zum Proben zusammen. Dabei bestimmte der Dirigent allein den Probeplan. Er legte auch eigenständig das Repertoire für die Auftritte fest. Neben dem Frühlingskonzert luden die Musiker und diverse andere musikalische Gruppen am 16.12.1973 erstmals zu einer Adventsfeier in die katholische Kirche „St. Michael“ ein. Den  Zuhörern wurde ein musikalisches Programm in Form von einfachen, mehrstimmigen Weihnachtsliedern und Chorälen geboten. Weitere Kostproben des musikalischen Könnens wurden auf zahlreichen „Minigolf-Konzerten“ gegeben. Waldaschaff erfreute sich damals noch eines regen Fremdenverkehrs und viermal im Jahr an Sonntagvormittagen konzertierte die Kapelle auf dem Minigolfplatz zur Freude der Gäste und des musikinteressierten Wald-aschaffer Publikums. Jedoch zeigten sich bei diesen Konzerten anfangs noch Schwächen. Die folgenden Proben steigerten aber das Gefühl für Zusammenspiel und Stimmung untereinander. So verliefen Auftritte in den Jahren 1974 und 1975 positiv. Einige konzertante Darbietungen genoss fremdes Publikum bei den vielen Schöntal- und City-Galerie Konzerten, die gleichmäßig auf das Jahr verteilt in Aschaffenburg stattfanden. Es bestand somit häufiger die Möglichkeit, die Musik auch außerhalb des Ortes vorzutragen und die kleine Fangemeinde überregional etwas zu erweitern.

 

1.2  Wertungsspiele

Der Blasmusikverband Vorspessart im Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) bietet den Musikvereinen neben Fortbildung und dem Erwerb der Musikerabzeichen auch die Möglichkeit von Leistungsvergleichen durch Wertungsspiele. Bereits im Frühjahr 1973 reichte das Blasorchester des Musikvereins Waldaschaff eine Bewerbung an den Verband ein. Am 8.04.1973 stand der Verein in Schimborn erstmals einer kritischen Jury, konkurrierenden Vereinen und einem ungewohnt großen Publikum gegenüber. Die Teilnahme in der Unter-stufe war ein voller Erfolg, den auch Verbandspräsident Karl Herbig bei einer späteren Sitzung nochmals anerkannte und die Waldaschaffer Musikanten für ihre Leistung „1. Rang“ lobte. Diese Verbandswertungsspiele, die periodisch alle drei Jahre stattfinden, geben den Kapellen die Möglichkeit, vor fachkundigem Publikum und kompetenten Wertungsrichtern ihr Können zu demonstrieren, um so ein objektives Urteil über den aktuellen Leistungsstand zu erhalten. Das Wertungsspiel in Schimborn war aufgrund der Periodizität das Einzige in der Dirigentenkarriere Rudolf Hain’s.

 

1.3  Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde

In den ersten Jahren wurde dem musikalischen Leiter Rudolf Hain und den Musikern aus Waldaschaff bewusst, welche Wichtig- und Notwendigkeit eine kulturelle Gemeinschaft wie ihr Verein in einer Gemeinde haben kann. Bereits am 1.11.1972, nur wenige Wochen nach der Gründung, gestaltete die Blaskapelle zur Allerheiligenfeier im Kirchhof den musikalischen Rahmen. Ende November trafen sich die Musiker am Kriegerdenkmal zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder des Vereinsrings. Im neuen Jahr kamen weitere Aufgaben in der Gemeinde Waldaschaff hinzu. An kirchlichen Feiertagen wie Ostern, Christi Himmelfahrt und den Namenstagen heiliger Schutzpatrone spielte das Blasorchester eine Kirchenparade. Häufig verschönerte der Musikverein mit einem Choral auch einen morgendlichen Gottesdienst. Nach der kirchlichen Feier wurde ein musikalischer Frühschoppen in dem Vereinslokal oder anderen Lokalitäten der Gemeinde zur Ehrensache und Tradition. Festtage wie die Feier am ersten Mai, die Gedenkfeier zum Volkstrauertag und Prozessionen anlässlich des Fronleichnamfestes verlangten auch nach musikalischer Begleitung und wurden natürlich vom Musikverein mitgestaltet. Am Weißen Sonntag begleitete das Blasorchester die Kommunionkinder immer in die Kirche. Auch die Maria-Buchen-Wallfahrer wurden jährlich Mitte August am Seehaus festlich empfangen. Selbst zu Heilig Abend fanden sich seit dem 24.12.1974 zahlreiche Musiker nach der Spätmesse zusammen, um der Ortsbevölkerung  einen musikalischen Weihnachtsgruß zu senden. Eine freiwillige Aufgabe, die vorher die Blaskapelle des Gesangvereins trug und nun der Musikverein übernahm, war die Überbringung des Neujahrsgrußes. Erstmals fanden sich die Musiker am 31.12.1972 zusammen, um im Dorf das neue Jahr musikalisch anzukündigen und Geld zu sammeln für diverse Zwecke. Im Januar 1975 beispielsweise wurden Einnahmen in Höhe von 1200 DM an das Hilfswerk in Schmerlenbach gespendet. Am 7.02.1975 beteiligten sich die Musiker des Blasorchesters erstmals am Faschingszug durch die Straßen Waldaschaffs. Mit Marschmusik und Stimmungswalzern sorgten sie für eine heitere Atmosphäre unter der Einwohnerschaft. Zu Beerdigungen von Waldaschaffer Ehrenbürgern und Vereinsmitgliedern wurde festgelegt, dass eine kleine Besetzung eine musikalische Beileidsbekundung vorzutragen hat. Der passiven Mitgliedschaft und Gemeindeehrenmitgliedern spielte der Musikverein Waldaschaff seit Bestehen Ständchen. Zu halbrunden oder runden Geburtstagsfeiern erschienen die Musiker meist überraschend in einer kleineren Gruppe und überbrachten einen Geburtstagsgruß in Form von kurzen Märschen.

 

1.4  Beitritt in den Verband

Am 12.12.1972 fertigte die Vorstandschaft ein Anmeldeformular zum Beitritt in den Verband an. Zum Jahreswechsel wurde der Musikverein Waldaschaff als jüngstes Mitglied in den Blasmusikverband Vorspessart aufgenommen, welcher dem Bund der deutschen Blasmusikverbände angehört. Die feste Bindung in diese überregionale Gemeinschaft war eine gute Basis, um sich bei Nachbarvereinen zu präsentieren. Im Februar 1973 erhielt Felix Schmittner ein Schreiben des Verbandspräsidenten Karl Herbig, der uns als vollwertiges Mitglied begrüßte und anerkannte.

 

1.5  Gründungsfest

Der Musikverein Waldaschaff feierte vom 3.-5.08.1974 sein Gründungsfest. Nach langen Vorbereitungsarbeiten und dem Festzeltaufbau, zu dem auch die passiven Mitglieder immens beitrugen, eröffnete der Vorsitzende Felix Schmittner am Samstag um 20.00 Uhr den Festakt. Zahlreiche Gastkapellen folgten dem Aufruf zum „Sternmarsch“ in das Festzelt und unterhielten mit Polka- und Tanzmusik. Das glanzvolle Highlight des Musikfestes war der Auftritt der „Original Donauschwäbischen Blasmusikanten“ unter der Leitung von Josef Augustin.

 

1.6  Freizeitaktivitäten

Natürlich genossen die Mitglieder neben all den Aufgaben auch die Freizeitangebote, die ein Verein bieten muss, um die Menschen zusammenzuschweißen und vereinsinterne Freundschaften zu stärken. Im Februar 1973 fand das erste Lakefleischessen statt, bei dem sich aktive und passive Musikfreunde auf dem Waldaschaffer Zeltplatz versammelten und einen schönen Tag im Freien verbrachten. Auch die Weihnachtsfeier im Vereinslokal war seit 1973 immer ein Abend des gemeinsamen Beisammenseins. Hier wurden passive Mitglieder für ihre Zuverlässigkeit und für ihr engagiertes Mitwirken im Verein geehrt. Bis heute sind diese traditionellen Veranstaltungen ein fester Bestandteil des Vereinslebens. Zur sportlichen Betätigung fanden einige Wanderungen und Fußballspiele für Jung und Alt statt. Unter Dirigent Rudolf Hain wurde noch kein größerer Ausflug, der zeit- und geldaufwendig gewesen wäre, geplant. Die Vorstandschaft war in dieser Anfangszeit noch zu sehr mit verwaltungstechnischen Fragen, wie der Organisation von Proben oder Auftritten, der Beschaffung einer Verstärkeranlage und dem Kauf von Notenmaterial und Instrumenten beschäftigt.

 

2. 1975 – 1982: Andreas Klusak

Nach einer Rebellion 1975 übernahm Andreas Klusak im Alter von 42 Jahren die Leitung. Rudolf Hain weigerte sich strikt, den gemeinsam angefertigten Probeplan einzuhalten und bestand darauf, die Proben weiterhin selbst bestimmen zu können. Er trat von seinem Amt zurück und Andreas Klusak übernahm das Blasorchester. Seine musikalischen Erfahrungen sammelte der Trompeter und Flügelhornist als langjähriger Tanzmusiker der Band „Los Amigos“. Der Waldaschaffer arbeitete als Filialleiter in einer Bank. Noch vor Gründung des Vereins war er wie Rudolf Hain Mitglied der Kapelle und leistete enorme Vorarbeit. Seine Zeit war geprägt von einem Aufschwung. Sowohl das Repertoire wandelte sich und wurde vielseitiger, als auch das instrumentale Bild des Blasorchesters.

 

2.1  Konzerte, Auftritte

Die unverbrauchte, konzertante Musik reizte Andreas Klusak im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr. Natürlich vergaß er als musikalischer Leiter niemals die Marschmusik, die weiterhin einen großen Teil des Repertoires darstellte, aber er beschritt auch neue Wege. Er erkannte früh die Möglichkeiten, die neue Kompositionen einem sinfonisch besetzten Blasorchester boten. So kam es, dass sich neuartige Musik in Form moderner Werke in Konzertprogramme einmischte, die das Publikum so vom Musikverein Waldaschaff noch nicht zu hören bekam. Seit Andreas Klusak das Orchester übernahm, wurden die Frühlingskonzerte im Festsaal des Gasthauses          „Zur Krone“ abgehalten. Die Konzerte 1976, 1977 und vor allem das Konzert am 26.03.1978[4] zeigten deutlich, dass der völlig überfüllte „Kronensaal“ den Platz- und Akustikanforderungen des Blasorchesters nicht länger gewachsen war. Die Einweihung der neuen Zweifachturnhalle in Waldaschaff Mitte Dezember 1978, die die Kapelle musikalisch umrahmte, war aber ein wesentlicher Schritt zur Besserung. Seit 1979 bietet diese Halle genug Platz für Publikum, eine große Bühne und angemessene Akustik. Die Konzerte wiesen Programme auf, aus denen sich zahlreiche Musikstücke heute noch in den Unterhaltungsmappen[5] der Musiker befinden. Beispielsweise den „Laridah“-Marsch oder „Alte Kameraden“. Es war eine Zeit, in der das Repertoire reicher an einprägsamen Marschmelodien, wie auch durchsetzungsstarken, schwierigen sinfonischen Stücken wurde. Andreas Klusak gab sein letztes Konzert am 3.04.1982, nur wenige Monate vor seinem Herzinfarkt.

 

2.2  Wertungsspiele

1976 nahm der Musikverein an einem weiteren Verbandswertungsspiel teil, erstmals unter der Leitung des neuen Dirigenten Andreas Klusak. In Gailbach hatte das Blasorchester aus Waldaschaff einen „1. Rang mit Auszeichnung“ errungen. Von den Richtern wurde eine Verbesserung seit dem ersten Vorspiel des Orchesters in Schimborn wahrgenommen. Ein vorläufiger Höhepunkt in der bis dato kurzen Vereinsgeschichte wurde bereits 1979 erreicht. Der Musikverein Waldaschaff trat erstmals in der Mittelstufe auf, ein Ziel, welches sich auch Andreas Klusak persönlich gesetzt hatte. Auf Anhieb erhielten die Musiker einen „1. Rang mit Auszeichnung“. Im Jahr 1982 wurde in Großwelzheim erneut ein „1. Rang“ erreicht. Die Zeit Klusak’s zeigte bereits deutlich eine Niveausteigerung, die er sich nicht nur erhofft, sondern wie die positiven Ergebnisse und Auswertungen zeigten, auch erreicht hatte.

 

2.3    Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde

Die traditionellen Aufgaben wurden langsam zur Routine. Der Musikverein leistete weiterhin zuverlässig seinen Teil. Für das Neujahranspielen und den Faschingszug entschied man sich 1977 erstmals, das Blasorchester in zwei Gruppen aufzuteilen. Dies bot sich vor allem zu Silvester an, da es die Musiker entlastete und eine zwar kleinere, jedoch ausreichende Besetzung jeweils nur eine Dorfhälfte, das Ober- oder Unterdorf, abzudecken hatte.

 

 

 

2.4 Die Tanzgruppe des Blasorchesters

 

 

 

Unter Andreas Klusak entschlossen sich einige Musiker bei der Waldaschaffer Kerb 1980 eine kleine Untergruppe des Blasorchesters zu gründen, die Tanzkapelle mit dem Namen „Swinging Bavarians“. Dieses Ensemble bestand aus vier Trompeten, vier Saxophonen, drei Posaunen, einem E-Bass, einem Schlagzeug und einem Keyboard - die klassische Big Band Besetzung. Ebenso typisch für die Szene war ihr Repertoire. Kaum eine Band im Landkreis führte das bekannte Stück „In The Mood“ so professionell auf wie die „Swinging Bavarians“ Im Januar 1981 spielte die Band erstmals unter der Leitung von Bernd Zwiesler zur Faschingszeit in Waldaschaff. Die Auftritte waren jedoch nicht auf die Gemeinde beschränkt. Die Gruppe trat bei Galabällen auf, unterhielt in der Maingauhalle zahlreiches Publikum und erntete Lob im Rhein-Main-Gebiet. Dieses positive Bild verblasste jedoch nach acht Jahren. Es fehlte an Motivation und die Mitglieder waren sich uneinig über die zukünftige Entwicklung ihrer Band. Einige wollten eine völlige Umstellung auf Galamusik, andere zurück zu traditioneller Festzeltunterhaltung. Die Gruppe brach auseinander, blieb aber sicherlich dem einen oder anderen Fan bis heute in Erinnerung.



2.5 Freizeitaktivitäten

Vom 29.04. bis 1.05.1978 unternahm der Musikverein Waldaschaff seinen ersten Urlaubsausflug nach Waidring in Tirol. Neben einem Besichtigungsbummel und freien Abenden waren die Mitglieder zur Aufstellung des Maibaumes in Waidring auch musikalisch tätig. Zu den traditionellen Aktivitäten der Vorjahre planten die Musiker zwei Jahre später einen weiteren großen Ausflug. Die Busse starteten in der Nacht auf den 24.05.1980 in Wald-aschaff mit dem Ziel Galtür an der Silvretta Hochalpenstraße. Schneewanderungen in der Alpenwelt und gemeinsame Abende machten die Tage unvergesslich. Nach einem kurzen Zwischenstopp und einer Besichtigung des Eisstadions in Garmisch kehrten die Musiker am 27.05. wieder nach Waldaschaff zurück.

 

3. Seit 1982: Bernd Zwiesler

Der gelernte Bankkaufmann Bernd Zwiesler ist heute ein selbstständiger Unternehmensberater. Seine Firma, die UBZ, hat ihren Sitz in Aschaffenburg. Bereits in seiner Jugend lernte er die Musik kennen und fand Gefallen an ihrer Vielseitigkeit und Schönheit. Der hohe Leistungsstandard, der heute im Blasorchester herrscht, manifestierte sich mit dem Namen Bernd Zwiesler, der am 7.11.1992 sein Diplom[6] als staatlich anerkannter Leiter des Blasorchesters abgelegt hat. Gründe für sein schnelles, unerwartetes Antreten des Amtes war eine Probe im Pfarrheim 1982. Andreas Klusak, der jahrelang immer Wert auf Pünktlichkeit legte, erschien nicht. Seine Tochter überbrachte den Musikern die Nachricht, er sei mit einem Herzinfarkt in das Klinikum Aschaffenburg eingeliefert worden. Aufgrund dieser gesundheitlichen Probleme übergab er sein Amt im Mai 1982 verantwortungsbewusst dem erfolgreichen und engagierten Jungmusiker Bernd Zwiesler.

 
3.1 Konzerte, Auftritte

Bereits zwei Wochen nachdem der 20-jährige Bernd Zwiesler die Leitung des Blasorchesters übernahm, stand der erste Auftritt vor der Tür. Der junge Dirigent, der zuvor noch keine Partitur der Gesamtbesetzung gelesen hatte, improvisierte bei einem Schöntalkonzert und brachte sein erstes, kleines Konzert erfolgreich hinter sich. Seit 1983 unterhält das Blasorchester unter seiner Leitung bei Frühlingskonzerten in der Turnhalle Waldaschaff. Die Schöntal- und Minigolfkonzerte verloren über die Jahre an Publikum und Reiz, deshalb wurden sie gegen Ende der 80er Jahre eingestellt. Die zuvor als Adventsfeier bekannte Festlichkeit, die immer in der Vorweihnachtszeit vom Gesang- und Musikverein in der katholischen Kirche „St. Michael“ gestaltet wurde, bekam einen neuen Namen. Am 10.12.1989 fand das erste Adventskonzert mit festem Ablauf und Spendenaufruf statt. In den 19 Jahren konnte der Musikverein rund 28.000 Euro einnehmen. Diese Gelder flossen bis auf wenige Ausnahmen in die Kassen der Station „Regenbogen“ für tumor- und leukämiekranke Kinder in Würzburg. Auch das Programm der Konzerte hat sich sehr gewandelt. Bernd Zwiesler verschloss sich nicht vor den Einflüssen von Popularmusik und Avantgarde. Er erkannte, dass dem gewaltigen Klangkörper eines sinfonischen Orchesters kaum Grenzen gesetzt sind, vor allem, wenn es um die Entwicklung neuer Klangformen und Stilrichtungen geht. Eine neue Generation junger Komponisten widmete sich der Blasmusik und brachte neue Ideen und Klangvorstellungen hervor, die Bernd Zwiesler sehr zu schätzen wusste. Auch erfahrene, internationale Komponisten erkannten die Flexibilität dieser Orchester und begannen zu komponieren. Bernd Zwiesler legte stets Wert darauf, das Liedgut, das durch neue Kompositionen der sinfonischen Blasmusik rasch entstand, einzustudieren. Als musikalischer Leiter stellte er vielseitige Werke zusammen. Filmmusik, moderne Medleys und vor allem sinfonische, unverbrauchte Konzertmusik[7] fanden Einzug in die Programme. Dennoch vergaß der Dirigent niemals die Tradition und schloss jedes Frühlingskonzert mit einem Konzertmarsch ab. Durch die Programme führte die letzten beiden Jahrzehnte der ehemalige Vereinsvorsitzende und Flügelhornist Manfred Hock, der aus beruflichen Gründen seit 2007 nicht mehr zur Verfügung stand. Die Vorstandschaft ging einen neuen Weg und gab zwei Nachwuchsmusikern des Blasorchesters die Chance, dem Publikum das Programm vorzustellen. Sarah Muldoon      (13 Jahre) und Niklas Stürmer (15 Jahre) brachten den Zuhörern Geschichte, Hintergrund-informationen und Inhalt der Stücke näher. Zu einem wichtigen Teil der Konzerte wurden auch Ehrungen. Aktive Mitglieder erhalten für ihr 25-jähriges Mitwirken in der Kapelle eine Ehrennadel. Auch die Absolventen diverser Leistungsabzeichen[8] und Fortbildungsmaßnahmen des Verbandes, also hauptsächlich Jungmusiker, werden bei den Konzerten für ihr Bestehen dieser Prüfungen ausgezeichnet. Es ist Tradition, alle aktiven Ehrungen kurz und prägnant während des Konzertes abzuhalten. Die Aufgliederung des Konzertprogramms in einen Unterhaltungsbereich und einen konzertanten Teil im Jahre 2006 fand beim Publikum großen Gefallen und wird fortgesetzt. Außerdem präsentierten die Musiker bei dieser Veranstaltung erstmals ihre neue Fränkische Tracht. Bernd Zwiesler bestätigte all die Jahre seine Zufriedenheit über die abwechslungsreichen Konzertdarbietungen. Denn sowohl seine musikalischen Ansprüche, als auch die des Publikums wurden befriedigt. Dies zeigen die konstanten Besucherzahlen deutlich. Jährlich fanden immer zwischen 400 und 450 Zuhörer den Weg in die Turnhalle. Einziger Kritikpunkt, der Bernd Zwiesler gegenüber geäußert wird, ist seine Auswahl der zum Teil komplexen, sinfonischen Werke.

 

 

 

3.2 Wertungsspiele

Die Qualität des Blasorchesters hängt natürlich stark von der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Musiker und des Dirigenten ab. Seit vielen Jahren ist der Musikverein bemüht, durch gute Nachwuchsarbeit und Proben ein höheres Niveau anzusteuern. Die bisherigen Erfolge bei den Verbandswertungsspielen des Blasmusikverbandes und bei Musikfesten von Land und Bund waren letztlich das Ergebnis des langjährigen, unermüdlichen Engagements der Musiker.

 

3.2.1 Verbandswertungsspiele

1985 bestritt Bernd Zwiesler sein erstes Wertungsspiel in Großwelzheim. Das Orchester dieser Gemeinde zählt auch heute noch zu den Besten des Verbandes und gleichzeitig zu den stärksten Konkurrenten der Waldaschaffer Musiker. In den folgenden Jahren begann ein Rennen um die Spitze, das Bernd Zwiesler für sich und seine Kapelle entscheiden wollte, obwohl die Großwelzheimer reicher an Erfahrung waren und es den Waldaschaffern im direkten Vergleich noch an Klasse fehlte. Bereits 1988 erreichte das Waldaschaffer Blasorchester mit einem „1. Rang mit Auszeichnung“ das bestmögliche Ergebnis in der Mittelstufe, was 1991 in Bessenbach erfolgreich wiederholt wurde. Die Erfolge der vorangegangenen Jahre ermutigten Bernd Zwiesler 1994[9] in Großwelzheim erstmals in der Oberstufe anzutreten. Dabei wurde mit einem „1. Rang mit Belobigung“ die Bestnote erreicht und die Punktzahl des Blasorchesters aus Großwelzheim nur knapp verfehlt. Das Ergebnis ist jedoch noch höher zu bewerten, da das Waldaschaffer Orchester im Gegensatz zur Konkurrenz sehr viele Jungmusiker aufwies, die in den vergangenen Jahren integriert wurden. 1997, im Jahr des 25-jähri-gen Vereinsjubiläums erreichten die Waldaschaffer Musiker mit ihrem Dirigenten einen     „1. Rang mit Auszeichnung“ und somit das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte. Unter Bernd Zwiesler kam es bis heute noch zu drei weiteren Wertungsspielen des Verbandes; 2000 in Kahl sowie 2003 und 2006 in Großwelzheim. An letzteres denken die Musiker des Blasorchesters noch gerne zurück. Am 26.03.2006 hatte der Musikverein mit den Stücken „Song of the British Isles“[10] und „Three Times Blood“ 94,3 Punkte erzielt und somit „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“. Dieses Prädikat stellt die höchstmögliche Wertung dar, die für Ergebnisse ab 90 Punkten vergeben wird. Mit einem Altersdurchschnitt von unter 25 Jahren lag das Blasorchester in der Rangliste auf dem zweiten Platz im Verband, nur 0,5 Punkte hinter dem Siegerorchester aus Großwelzheim, welches ausschließlich aus sehr viel älteren und erfahrenen Spitzenmusikern besteht. Ein Indiz für eine gute Jugendarbeit im Verein und die hohe Leistungsbereitschaft der Musiker.

 

3.2.2 Bundeswertungsspiel 1997

1997 bewarb sich der Musikverein in der BDB-Zeitung (Bund Deutscher Blasmusik) erstmals für ein bundesweites Wertungsspiel. Das 7. Bundesmusikfest des BDB fand in Zell im Wiesental statt. Dabei trat das Blasorchester des Musikvereins Waldaschaff zusammen mit 18 Spitzenblasorchestern der Oberstufe aus Frankreich, der Schweiz und Österreich auf. Nach  fünfstündiger Anfahrt und einer kurzen Einblassession betrat das Orchester unter der Leitung ihres Dirigenten am 3.05.1997 die Bühne, um sich dem Urteil von zwei schweizerischen und eines deutschen Wertungsrichters in der Oberstufe zu stellen. Als Pflichtstück wurde die dreiteilige „English Folksong Suite“ von R. Vaughan Williams[11] aufgeführt. Diesem folgte das Selbstwahlstück „Mountain-Panorama“. Die Tagesform der Musiker schien gut zu sein, denn sie überzeugten mit ihrer musikalischen Leistung das Wertungsrichter-Gremium. Großer Jubel brach aus, als bekannt gegeben wurde, dass die Musiker mit der bestmöglichen Bewertung „1. Rang mit Auszeichnung“ prämiert wurden. Dieses Wertungsspiel stellte den bislang größten Erfolg des 25 Jahre alten Vereins dar. Das Ergebnis bewies, dass die Waldaschaffer Musiker fähig sind, konzertante Musik in oberer Klasse darzubieten, regional wie auch überregional.

 

3.2.3 Landesmusikfest 2001

2001 nahm das Blasorchester am 3. Deutschen Musikfest in Friedrichshafen teil. Zu diesem Großereignis rings um den Bodensee waren 305 Blasorchester und Spielleutekorps angereist. Ungefähr 200 dieser Orchester stellten sich dem Wertungsspiel, 23 in der Höchststufe, 69 in der Oberstufe, darunter auch der Musikverein Waldaschaff und 108 in der Mittel- und Unterstufe. Die beiden Stücke „First Suite in Es“ und „The New Village“ wurden nach monatelanger Probearbeit hervorragend aufgeführt, so dass Bernd Zwiesler bereits bei der anschließenden Dirigentenbesprechung von einem der Wertungsrichter begeistert gelobt wurde. Es wurde angedeutet, dass mit einer sehr guten Bewertung gerechnet werden konnte. Dem Musikverein wurde am Abend in der überfüllten Halle die Wertungsurkunde mit dem bestmöglichen Prädikat „Ausgezeichnet“ überreicht. Damit hatte der Verein das Wertungsspiel in Zell mit einer nochmals besseren Leistung übertrumpft.

 

3.2.4 Wertungsspiele 2007

Vor allem im Jahr 2007 stellte sich der Musikverein Waldaschaff verstärkt den Anforderungen bei verschiedenen Wertungsspielen. Neben einem Wettstreit während der Irlandreise in Clonakilty[12], bei dem das Blasorchester internationalen Kritikern und Richtern gegenüber stand, nahm der Musikverein erstmals an einem Polkawettbewerb in Keilberg teil. Die 125-jährige Jubiläumsfeier des Nachbarvereins war Anlass für das Wertungsspiel, das unter dem Namen „Heylands-Cup der Blasmusik“ beim Verband angekündigt wurde. Am 16.06.2007 kam das Blasorchester des Musikvereins mit den Stücken „Jubelpolka“[13] , „Die alte Pendeluhr“ und „Zauber der Blasmusik“ in die Endrunde, in der sich die Musiker den 3. Platz    sichern konnten. Diese Auszeichnung bewies, dass dem Waldaschaffer Blasorchester nicht nur konzertante, sondern auch klassische Unterhaltungsmusik liegt. Das Deutsche Musikfest vom 17.- 20.05.2007 in Würzburg war Anlass für ein weiteres Wertungsspiel. 400 Blasorchester mit über 17.000 Musikern hatten sich für den Wettbewerb angemeldet. Das Selbstwahlstück „Jubilee Ouverture“[14] und die „Ukrainian Rhapsody“ wurden laut Wertungsrichter sehr gut vorgetragen. Nicht nur die hohe Punktzahl von 93,0 und das Prädikat „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ bereitete den Musikern Freude. Auch das Ziel, das Großwelzheimer Blasorchester zu übertrumpfen, gelang an diesem Tag in Würzburg. Zum       Abschluss wirkten die Waldaschaffer Musiker noch bei dem Massenchor auf dem Residenzplatz mit, bevor die Rückkehr nach Waldaschaff anstand.

 

Die nationalen und internationalen Wettbewerbe der letzen 20 Jahre zeigen deutlich, dass sich der Musikverein Waldaschaff mit seinem Dirigenten Bernd Zwiesler einen festen und sicheren Platz in der Oberstufe erarbeiten konnte.

 

3.3 Beiträge zum kulturellen Leben der Gemeinde

 

3.3.1 Allgemeines

Auch unter Bernd Zwiesler erfüllte der Musikverein alle gesellschaftlichen Aufgaben und spielte an kirchlichen, traditionellen sowie kulturellen Festtagen. Als der Vereinsring 1983 die Prunksitzung als Highlight der Faschingszeit in der Gemeinde Waldaschaff einführte, war klar, dass auch diese Veranstaltung einer musikalischen Umrahmung bedarf. Der Musikverein als ein Orchester, das jahrelang Erfahrung mit Stimmungsmusik und Märschen zur Aufheiterung des Publikums hatte, war bestens dafür geeignet. Neben der Hauptbühne wurde Platz geschaffen für das Orchester und seit 24 Jahren gestalten die Musikanten unter der Leitung von Bernd Zwiesler die Sitzungen mit. Das Geld, das beim Neujahr anspielen gespendet wird, fließt in die Vereinskasse. Es wurden in der Vergangenheit neue Anschaffungen wie modernere Anlagen, neue Bekleidung und Leihinstrumente getätigt. Außerdem wird ein Teil der Einnahmen an die aktiven Musiker ausgeschüttet. Die Basis bildet dabei ein Punktesystem. Je nach Beteiligung und Anwesenheit kann jedes Mitglied des Orchesters am Ende eines Jahres bis zu 80 Euro erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.3.2 Sommernachtsfest, Apfelweinfest

Nachdem der Musikverein am 17.09.1993 den neuen Proberaum in der alten Mädchenschule bezog, wurden bereits Pläne für Feste gemacht. Der neue Vereinssitz bot nicht nur ausreichend Platz für das Orchester, die Musikinstrumente und das Notenmaterial, sondern hatte auch einen angrenzenden Garten mit dem Maibaum Waldaschaffs. Auf diesem zentralen Platz wurde am 15. und 16.06.1995 das erste Sommernachtsfest veranstaltet. Es zog zahlreiche Musikfreunde und Bürger Waldaschaffs an und diente dem Verein als sichere Einnahmequelle. Unter dem Namen „Öbbelwoi, Käs & Blasmusik“ fand am 1.08.1999 erstmals ein zweites Fest des Musikvereins statt, auf dem die Musikerjugend und später auch das Blasorchester selbst in kleiner Besetzung unterhielten. Neben den musikalischen Darbietungen wurden den Gästen auch diverse Käsespezialitäten und selbst gekelterter Apfelwein angeboten. Die Jugend des Vereins hatte eigenhändig an einem „Apfelsammeltag“ Früchte bei verschiedenen Obstbaumbesitzern eingelesen und in der Kelterei Waldaschaff gepresst. Das Sommernachtsfest lief parallel weiter, bis die Gemeindeverwaltung aufgrund von Beschwerden einzelner Nachbarn nur noch ein Fest pro Jahr genehmigte. Deshalb wurden die beiden Veranstaltungen zum Apfelweinfest zusammengelegt und bis 2002 unter dem Maibaum weitergeführt. Über 300 Besucher machten es jedoch unmöglich, weiterhin im Dorfzentrum zu feiern. Der Verein nutzt deshalb seit 2003 die neue Festhalle nahe der Autobahnbrücke, die Platz für mehr als 500 Gäste bietet. 2006 blieb der finanzielle Erfolg der letzten Jahre aus. Deshalb entschied sich die Vorstandschaft mehrheitlich dafür, das Fest 2007 aufgrund der geplanten Irlandreise und des vollen Terminkalenders zu streichen. Nach Aussage des Geschäftsführers Thorsten Hört wird voraussichtlich auch 2008 aus organisatorischen Gründen kein Fest stattfinden.

 

3.3.3 Waldaschaffer Zeltkerb

Seit dieses Event mit einem Festzug zum Zelt, einem Bayerischen Bierabend, dem Auftritt der ,,Swinging Bavarians“, dem Kerbboscht und der zeremoniellen Kerbbeerdigung ein voller Erfolg war, bemühte sich der Musikverein Waldaschaff immer um den Erhalt dieser Tradition. 1992 wurde die Kerb, die alle zwei Jahre im September gefeiert wurde, mit dem      20-jährigen Jubiläumsfest des Musikvereins kombiniert. Hier trat das Blasorchester erstmals mit neuen Musikeruniformen auf. Die alten hell- und dunkelblauen Sakkos, die die Musiker seit der Gründung trugen, wurden einheitlich ersetzt. Nachdem der Musikverein auch 1994 dieses Fest organisierte, beschloss der Vereinsring, dass künftig jährlich ein Waldaschaffer Verein die Planung übernehmen sollte. Ein Jubiläumsjahr sei der beste Anlass eines Vereins, die Kerb selbst in die Hand zu nehmen. So kam es, dass der Musikverein zum 25-jährigen Bestehen 1997 wieder an der Reihe war, aber die Jahre darauf andere Vereine zum Zuge kamen. Wie zum Beispiel 1998 die Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff zum 125-jährigen Jubiläum oder 2001 der Spessartbund zum 100-jährigen Bestehen. Dabei spielte natürlich auch der Musikverein Waldaschaff jährlich eine große Rolle. Es war die Aufgabe der Musiker, die Vereine zum Festzelt zu begleiten, am Abend zu unterhalten und die Kerb musikalisch zu beerdigen. Zuletzt veranstaltete der Musikverein Waldaschaff anlässlich des 35-jährigen Jubiläums im September 2007 eine viertägige Kerb mit Gastkapellen, Bands und der eigentlichen Kerbzeremonie.

 

3.4  Besetzung

Damit sinfonische Musik überhaupt spielbar wird, bedarf es einer vielseitigen Besetzung[15]. Wo damals hauptsächlich Trompeten, Klarinetten, Tenorhörner und Tuben das Bild prägten, haben sich heute auch echte „Exoten“ unter die Instrumente gemischt. Neben der genannten Standardbesetzung spielen besonders die Waldhörner eine wichtige Rolle in der sinfonischen Musik. Kaum ein Ortsverein im Verband oder gar in ganz Unterfranken besitzt ohne Aushilfskräfte vier dieser sanft klingenden und seltenen Instrumente. Auch ein Fagott, welches im Blasorchester gespielt wird, ist für sinfonische Musik unerlässlich. Mit fünf Schlagzeugern können auch alle Perkussionsstimmen und die Pauken besetzt werden. Der Musikverein Waldaschaff weist eine gute, meist ausreichende Besetzung auf. Allerdings zeigen sich auch gewisse Defizite. Nur eine Posaune, die fehlende Oboe im Holz und nur zwei Saxophone erschweren das Spiel mancher moderner Werke. Häufig bedarf es gerade dieser Instrumente, so dass eine Unterstützung aus anderen Vereinen notwendig ist. Ein erfahrener Oboist, der auch das Englisch-Horn beherrscht, verstärkte das Orchester bei zwei Wertungsspielen in Großwelzheim und bei einem Konzert. Jedoch hat die intensive Jugendarbeit in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass ein junger Tubist und eine Saxophonistin, somit zwei notwendige Instrumente, ausgleichend in das Orchester nachrücken konnten. Für Marsch-, Kirchen- und Unterhaltungsmusik ist das Blasorchester hingegen sehr gut besetzt.

 

3.5 Verschwisterung mit Clonakilty, Irland

 

3.5.1 Geschichte

Lange Zeit war der Musikverein auf der Suche nach einer Gemeinde im Ausland, die ähnliche musikalische Interessen und die Bereitschaft zu einer Partnerschaft hatte. Viele Vereine des Verbandes knüpften zu Beginn der 80er Jahre bereits Freundschaften in Frankreich. Walter Schmittner machte der Vorstandschaft 1978 den Vorschlag, in Irland anzufragen. Er war dort als Soldat mit der deutschen Marine stationiert und schwärmte von der Natur, den Menschen und der Gastfreundlichkeit. Bernd Zwiesler setzte darauf hin eine Kontaktanzeige des Waldaschaffer Blasorchesters in ein irisches Musikmagazin. Mehr als 30 Vereine und Brass Bands, über die ganze Insel verstreut, antworteten. Auf einer Landkarte wurde von den Entscheidungsträgern die Lage der einzelnen Städte und Gemeinden verglichen. Den größten Zuspruch fand Clonakilty, eine kleine Stadt im Süden der Insel mit herrlicher Bucht. Der Name des Kontaktmannes lautete Brawny Wycherley, Leiter der St. Patrick’s Brass Band. Ende Oktober 1982 beschlossen drei Musiker des Vereins, darunter auch Bernd Zwiesler und der zukünftige Vorstand Manfred Hock, den Iren einen ersten Besuch abzustatten. Brawny Wycherley bot ihnen eine Unterkunft an und lud schließlich das gesamte Orchester bei passender Gelegenheit ein. Im August 1983 freuten sich dann die „Original 7“, sieben motivierte und reisewillige Waldaschaffer Musiker, in Clonakilty auf ein Wiedersehen mit Brawny Wycherley. Lange Zeit fand sich kein Termin für einen Gegenbesuch, bis schließlich an Ostern 1985 ein Bus mit 50 irischen Musikern und Musikfreunden in der Spessartgemeinde ankam. In der Woche, in der sie den Waldaschaffern Gesellschaft leisteten, wurden viele Freundschaften geknüpft und ein enger Kontakt zwischen den doch sehr unterschiedlichen Kulturen aufgebaut. Ein Jahr darauf besuchten die Musiker und Freunde des Blasorchesters, darunter auch Bürgermeister Peter Winter, zuerst die Ortschaft Waterford, welche ein sehr gutes sinfonisches Orchester besaß und anschließend Clonakilty. Erste Pläne einer Verschwisterung beider Ortschaften wurden angefertigt, ein Resultat ergab sich bei dem Treffen jedoch noch nicht. 1987 kam die professionelle Brass Band aus Waterford gemeinsam mit den Freunden aus Clonakilty nach Aschaffenburg und unterhielt bei zahlreichen Konzerten, wie auch in der Stadthalle das deutsche Publikum. Anschließend trafen sie in der Gemeinde Waldaschaff ein, um ein Wiedersehen zu feiern. Ein Twinning Comitee der irischen Stadtverwaltung stimmte für eine Verschwisterung, ebenso der Gemeinderat Waldaschaff und der örtliche Freundeskreis Clonakilty. So kam es 1988 zu einer offiziellen Partnerschaft der Gemeinden. Diese Verbindung wurde am 1.07.1989 in der Turnhalle in Waldaschaff besiegelt und gefeiert, ein Jahr darauf in Clonakilty. Es folgten in den nächsten Jahren viele Ausflüge des gesamten Vereins, wie auch im Juni 2000, um Freundschaften aufzufrischen und sich näher zu kommen. Der letzte Besuch fand im Juli 2007 statt.

 

3.5.2  Jubiläumsreise 2007

Anlässlich des WASBE[16]- Festivals in Killarney plante die Vorstandschaft eine Konzertreise nach Irland. Dabei stand auch ein Abstecher zur Partnergemeinde Clonakilty auf dem Programm. Das Gepäck - Koffer, Schlagzeug und Instrumente - wurde bereits am 4.07.2007 in einen Sprinter verladen. Dieser sollte mit einem zweitägigen Vorsprung etwas früher als die Flugreisenden in Clonakilty eintreffen. Es verlief alles wie geplant. Die Musiker landeten am 6.07. in Dublin und erreichten nach fünfstündiger Fahrt am Spätnachmittag die kleine Küstenstadt, wo sie von ihren Gastfamilien empfangen wurden. Den Abend verbrachten die Musiker in der Innenstadt in einem Pub namens “Con & Maura’s“. Das offizielle Programm begann am 7.07 mit einer Probe um 11.30 Uhr in der Aula des Community College. Das Blasorchester bereitete sich auf die Teilnahme am „South of Ireland Band Championchip“ vor. In der höchsten Stufe, der „Senior-Class“, traten die Waldaschaffer Musiker gegen sieben irische Orchester an. Um 16.30 Uhr startete das Blasorchester in der Community Hall mit dem Stück „Ukrainian Rhapsody“, welches bei dem Wertungsspiel im Rahmen des Bundesmusikfestes in Würzburg bereits sehr gut vorgetragen wurde. Es folgte die „Jubelpolka“, die in Keilberg ausschlaggebend für das Erreichen des 3. Platzes war. Außerdem spielten die Musiker noch „Mein Regiment“, da aufgrund der Teilnahmebedingungen zwingend ein Marsch vorzutragen war. Nach einer Wartezeit von zwei Stunden erhielten die Waldaschaffer dann ihr Ergebnis. In der höchsten Klasse hatten sie den zweiten Platz errungen. Anschließend beteiligte sich das Blasorchester noch an dem Gemeinschaftschor und an den beiden darauf folgenden Tagen unterhielten die Musiker aus der Spessartgemeinde bei Konzerten im Stadtzentrum und bei einem Gottesdienst. Am 9.07. stand die Weiterreise nach Killarney an. Die Musiker spielten im Rahmen des WASBE- Festivals zwei Standkonzerte am „Muckross House“, einige Kilometer außerhalb der Stadt. Im 4-Sterne-Hotel „Gleneagle“ kamen die Personen in kleinen Gruppen in den großzügigen Apartments unter. In den hotelinternen, riesigen Konzertsälen, die bis zu 2000 Zuhörern Platz boten, fanden an den Abenden des 9. und 10.07. internationale Konzerte statt. Die Mitglieder des Waldaschaffer Blasorchesters erhielten für ihr Mitwirken am Festival Freikarten. Unter anderem bekamen sie anspruchsvolle Konzerte vom japanischen Orchester der „Nagoya University of Arts“ und dem amerikanischen „Wind Ensemble“ der „University of Louisville“ zu hören. Die Heimreise begann am 11.07. mit der Fahrt nach Kerry, wo der Flug zurück nach Frankfurt-Hahn gebucht war. Konzertreisen wie diese steigern enorm das Zusammengehörigkeitsgefühl, welches sich positiv auf ein gesundes Sozialverhalten im Verein und letztendlich auch in der Gesellschaft auswirkt.

 

3.6  Freizeitaktivitäten

Neben den musikalischen Tätigkeiten wurden bereits Aktivitäten genannt, die die Musiker noch heute gemeinsam bestreiten. Aber natürlich gehört auch das gemeinsame Musizieren selbst als Hobby zu einer Freizeitaktivität. Die Aufgabe des Blasorchesters bestand bei all den Faschingssitzungen und Auftritten natürlich darin, einen Festakt musikalisch zu umrahmen und das Publikum zu unterhalten. Dennoch hatten die Musiker auch Freude daran, in ihrer Gemeinschaft zusammen zu sein. Beispielhaft sind die Probewochenenden in Rüdesheim, Wiesbaden, Schweinfurt oder auch im Musikerheim und Orchesterausflüge, wie die Fahrt zur Bundesgartenschau nach München, zu nennen. Diese Kombination aus Pflichten und einer lockeren Bindung in die freundliche und familiäre Atmosphäre einer derartigen Gesellschaft machte für die Musiker jede Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

IV.  Das Akkordeonorchester

Das Akkordeonorchester des Musikvereins Waldaschaff hatte immer eine Sonderstellung. Es war eigenständig organisiert, hatte einen eigenen Leiter, beteiligte sich aber regelmäßig an den Advents- und Frühlingskonzerten des Blasorchesters. Andreas Klusak erteilte bereits vor 1972 einigen Schülern Akkordeonunterricht. Er vergrößerte die Besetzung und konnte dank intensiver Vorbereitung bei dem „Fränkischen Akkordeon Wettbewerb“ in Forchheim 1976 das Prädikat „gut“ erringen. Es folgten weitere Wettbewerbe. Bernd Zwiesler, der damals neben der Trompete auch das Akkordeon zu spielen wusste, erreichte als Solomusiker bei „Jugend Musiziert“ eine sehr gute Bewertung. 1988 übernahm Sigrid Braun das Orchester. Es wurden einige Wertungsspiele und auch eine Konzertreise nach Irland im Sommer 1994 unternommen. Im Dezember 1995 übergab Sigrid Braun ihr Amt an die junge Dirigentin Kerstin Heeg, die ihr Debüt bei dem Frühlingskonzert 1996 feierte. Bis heute tragen die jungen Musikerinnen und Musiker mit drei Stücken[17] und einer Zugabe zum Gelingen dieser Veranstaltung bei. Zum Jahresbeginn 2008 befanden sich 14 aktive Mitglieder im Akkor-deonorchester, darunter ein Keyborder und ein Schlagzeuger.

 

V.  Jugendarbeit

1974 erlebte der Musikverein Waldaschaff einen gewaltigen Ansturm von Jungmusikern. Die Aufnahme all dieser Jugendlichen, denen es reichlich an Erfahrung in großer Besetzung fehlte, hatte zunächst eine massive Senkung des Niveaus im Blasorchester zur Folge. Um die Musiker aus- und fortzubilden, entschied sich die Vorstandschaft 1975, ein Jugendblasorchester zu gründen. Das genaue Gegenteil ereignete sich Mitte der 80er Jahre. Viele Musiker, die damals als Jungen und Mädchen in den Verein kamen, traten aus persönlichen, familiären und beruflichen Gründen aus. Diese negative Entwicklung verlangte nach einer schnellen Gegenmaßnahme. Also warb das Blasorchester 1987 und 1988 bei Kindern in der örtlichen Grund- und Hauptschule. So gewann der Verein ausgleichend wieder an Zuwachs und die meisten der Musiker, die in diesen Jahren beitraten, sind noch heute Leistungsträger des Orchesters.

 

1.  Musikalische Früherziehung

Der Grundstein wird mit der musikalischen Früherziehung gelegt. Sie ist darauf ausgerichtet,  Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren spielerisch an einfache Schlaginstrumente und die Notenschreibweise heranzuführen. Kinder erfahren eine einfache Rhythmuserziehung, werden musikalisch sensibilisiert und kreativ gefördert. Sie setzen sich aber nicht nur mit Musik auseinander, sondern lernen auch, dass in der Gemeinschaft nicht das Gegeneinander, sondern das Miteinander zählt. Einen großen Anteil des Unterrichts nimmt auch die Instrumenteninformation ein. Kinder sollen früh traditionelle Instrumente kennen lernen und ausprobieren. Diese Aufgaben übernimmt in Waldaschaff die gelernte Erzieherin Julia Oberle. Sie ist auch aktiv im Blasorchester als Klarinettistin tätig und hat so die besten Kontakte zwischen Ausbildern, Eltern und Kindern.

 

2. Instrumentalausbildung

Im Alter zwischen sechs und acht Jahren verlassen die Kinder die Früherziehung. Sie haben sich dann meist bereits in eine Richtung orientiert und die Eltern entscheiden gemeinsam mit der Erzieherin, die Erfahrungen mit den Neigungen und Interessen der Kinder gemacht hat, welches Instrument in Frage kommt. Manchmal beginnen die Kinder, die gerne Blasinstrumente spielen, mit dem Unterricht auf der Blockflöte. Hier zeigt sehr schnell, ob sich das Kind für ein Holz- oder ein Blechblasinstrument interessiert und auch geeignet ist. Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, bekommen die Kinder einen der qualifizierten Ausbilder[18] zugeteilt. Diese erfahrenen „Lehrer“, hauptsächlich aus den Reihen des Blasorchesters, vermitteln ihren Schülern dann die für das Instrument spezifischen Kenntnisse und Fertigkeiten wie Ansatz, Atem- oder praktische Techniken. Ein Instrument stellt der Verein gegen eine geringe Leihgebühr solange zur Verfügung, bis das Kind sicher ist und bereit für ein eigenes Instrument. Der kostenpflichtige Einzelunterricht findet je nach Absprache mit den Eltern dann wöchentlich im Musikerheim oder Privat statt.

 

3.  Jugendblasorchester

Das Jugendblasorchester bietet den jungen Musikern des Vereins eine Basis, frühzeitig das Spielen in einer Gemeinschaft zu lernen. Ziel war und ist es, die Jugend an die Anforderungen, die sie im Blasorchester erwarten, rechtzeitig und langsam zu gewöhnen, um den Einstieg zu erleichtern. Gemeinsames Musizieren auf einem Niveau, welches angemessen für die in Ausbildung befindlichen Musiker ist, war die Grundidee. Die erste Formation des Jugendorchesters unter der Leitung von Hans Schmittner, welches am 27.03.1975 gegründet wurde, spielte vier Jahre zusammen. Hauptgrund für die Auflösung war das Nachrücken in das Stammorchester. In den folgenden elf Jahren existierte kein organisiertes Jugendblasorchester mehr, da die benötigte Anzahl an Nachwuchsmusikern nicht vorhanden war. Bernd Zwiesler erkannte 1991, nach neunjähriger Dirigentenarbeit im Blasorchester, dass die nachrückenden Jungmusiker erhebliche Schwächen bei den schwierigen Stücken zeigten. Die sofortige Einbeziehung der Musiker, denen es reichlich an Erfahrung fehlte, wirkte sich negativ auf das Gesamtklangbild und das musikalische Niveau aus. Es wurde erneut ein Jugendblasorchester gegründet, das vier Jahre unter der Leitung von Bernd Zwiesler stand. Nach einjähriger Ruhephase leistete Michael Martin von 1996 bis 2003 weitere wertvolle musikalische Aufbauarbeit. Aufgrund einer Umzugsmaßnahme, die ihn zeitlich stark       beanspruchte, konnte er sein Amt nicht weiterführen. Die vorhandene Jugend wurde in den folgenden drei Jahren in der orchestralen Betreuung vernachlässigt, da kein geeigneter Dirigent zur Verfügung stand. Bernd Zwiesler, der sich sehr für die Jugend verantwortlich und verpflichtet fühlt, ergriff wieder die Initiative und motivierte einen jungen, dynamischen Musiker des Blasorchesters, der einen Ausbilderkurs erfolgreich abgelegt hatte, die Leitung zu übernehmen. Seit dem Sommer 2006 dirigiert Andreas Götz das neue Jugendorchester. Die Nachfrage ist groß, ebenso die Beteiligung und auch die Ergebnisse sind durchaus positiv. Das Orchester hat seit dem Bestehen auf dem örtlichen Wintermarkt, der Waldaschaffer Kerb, dem Dorffest und dem Adventskonzert unterhalten. Festgelegt wurde eine Altergrenze von maximal 18 Jahren. Die Anwesenheit der erfahrenen Jungmusiker, die bereits im Blasorchester mitwirken, wird jedoch erwartet, um die „Kleinen“ während ihrer Integrationsphase zu unterstützen und ihnen somit die Einfindung zu erleichtern.

 

4. Bläserklasse

Hierbei handelt es sich um ein neues, innovatives Pilotprojekt. Nur zwei der 40 Vereine des Blasmusikverbandes Vorspessart, darunter der Musikverein Waldaschaff, gingen das Risiko ein, eine Bläserklasse finanziell zu unterstützen. Die Idee wurde von Bernd Zwiesler erst der Vorstandschaft und nach langen Diskussionen auch dem Verband vorgestellt. Der Grundgedanke kam aus den Überlegungen und der Problematik um die zukünftige Nachwuchsversorgung des Blasorchesters hervor. Aufgrund des aktuellen Trends zur Vollzeitschule, des G8-Gymnasiums und der sechsstufigen Realschule steigt die schulische Belastung enorm. Auch von elterlicher Seite wird häufig Druck auf die Kinder ausgeübt, eine weiterbildende Schule zu besuchen und diesem Trend zu folgen. Erschreckend war für den Dirigenten Bernd Zwiesler hierbei die geringe Zahl an Kindern, die letztendlich Zeit und Kraft dafür aufwenden würden, ein Musikinstrument zu lernen und einem Verein beizutreten. Deshalb entschloss er sich, gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Michael Schmitt, das Projekt der Volksschule Waldaschaff anzubieten. Ziel war es, Musik wieder fest in den Stundenplan zu integrieren und die Kinder in einem kleinen Schulorchester, der ,,Bläserklasse”, zu fördern. Der Rektor der Schule, Karlwalter Roth, war von der Idee angetan und sicherte seine volle Unterstützung zu. Auch das Kultusministerium begrüßte diese Art von Einbindung wohlwollend, denn die Kooperation von Schule und Kulturvereinen wird sehr geschätzt. Jedoch war das Projekt auch mit finanziellen Risiken verbunden. Der Musikverein musste 15.000 Euro vorinvestieren, um den Schülern der Grundschule eine angemessene Instrumentenausstattung zur Verfügung zu stellen. Durch monatliche Rückzahlungen der Eltern, wird die Investition jedoch sukzessiv amortisiert. Im Jahr 2006 wurde die erste Bläserklasse eingeführt, heuer rückt bereits eine Zweite nach. Die Kinder bekommen auf diese Art und Weise die Chance,  Musik intensiver zu erleben und schön früh mit einem eigenen Instrument in der Gruppe zu musizieren. Die Rolle des Leiters hat der Lehrer Stefan Rüb übernommen. Dank seiner Arbeit konnte die Bläserklasse bereits im November 2006 auf dem Wintermarkt auftreten.

Abschließend lässt sich die Pilotarbeit, die der Musikverein in Waldaschaff leistet, wie folgt beschreiben. Mit den finanziellen Mitteln, die aufgebracht wurden, steigert der Verein die Zahl von Jungmusikern, die ohne diese Hilfe in einem Schulsystem, das kaum noch Freizeit bietet, für den Verein verloren gehen würden. Bernd Zwiesler’s Idee hat sich zu einer Art von Gegenmaßnahme entwickelt, die zukünftig als Garant dafür sorgen soll, dass die Musiker nach Abschluss der vier Jahrgangsstufen in der Bläserklasse oder vielleicht sogar schon früher durch Kontaktknüpfung in das Jugendblasorchester wechseln und dem Verein beitreten. Diese Treffen zur ersten Kontaktaufnahme zwischen Musikern und Mitgliedern der Bläserklasse finden bereits unter Betreuung der Jugendleiterin Kristina Grund statt. Nach Aussagen der Vorstandschaft wird der Musikverein bald von den Investitionen in ein risikoreiches Projekt profitieren.

 

5. Qualifikationen für das Blasorchester

Wie bereits erwähnt, haben die Jungmusiker nach ein bis zwei Jahren die Chance, in das Jugendblasorchester einzusteigen. Jedoch bedarf es vor dem Eintritt in das Blasorchester weiterer Qualifikationen. Am 21.11.1974 wurde bei einer Sitzung der Vorstandschaft beschlossen, dass Jungbläser vor einer Kommission aus erfahrenen Musikern zwei Stücke vorzutragen haben. Diese frühe Auswahlform zur Eignung für das doch hohe Niveau des Blasorchesters wurde zu Beginn der 80er Jahre durch eine neuere Form der Qualifikation ersetzt. Nach zwei bis drei Jahren werden die Musiker von ihren Ausbildern auf die D1-Prüfung, auch bronzenes Leistungsabzeichen genannt, vorbereitet. Diese Prüfungen werden jährlich vom Verband abgehalten. Der Test hat einen praktischen und einen theoretischen Teil, die beide erfolgreich abgelegt werden müssen. Das Bestehen dieser ersten Prüfung erlaubt den Jungmusikern von nun an im Blasorchester mitzuwirken. Die angeeignete Basis, die das Jugendorchester schaffen soll, stellt sich hier meist als positive Erfahrung heraus. Der Blasmusikverband Vor-spessart e.V. bietet weitere Lehrgänge als Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit für jeden Musiker des Verbandes an. Dazu gehören die D2- und die D3-Kurse, mit jeweils stark angehobenem Schwierigkeitsgrad. Das D2 (silbernes Abzeichen) erleichtert dann beispielsweise den Beitritt in ein Verbandsorchester. Darüber hinaus gibt es noch die C-Lehrgänge, die   einen Musiker befähigen, offiziell als Registerführer (C1), Ausbilder (C2) oder Dirigent (C3) zu agieren. Derzeit wirken acht Waldaschaffer Jungmusiker, die sich durch Bestehen des silbernen Leistungsabzeichens bewährt haben, aktiv im Jugendverbandsorchester unter der Leitung von Frank Elbert mit. Eine weitere Möglichkeit, die Jungmusiker zu beschäftigen, wurde mit der Einführung des „Jugendmusiktages“ (JMT) im Verband bewirkt. In zwei Gruppen, einem Anfänger- und einem Fortgeschrittenenorchester proben Jugendliche an einem Samstag, um dann am Abend einem großen Publikum die einstudierten Werke zu präsentieren. Vor drei Jahren wurde für dieses Event ein Wanderpokal gestiftet, der dem Musikverein mit der höchsten Beteiligung überreicht wird. Bereits zweimal konnten sich die Jugendlichen aus Waldaschaff diesen Pokal sichern.

 

6. Freizeitaktivitäten

Die Jugendleitung war immer darum bemüht, den Kindern und Jugendlichen der Orchester einiges zu bieten und mit Freizeitangeboten zu erheitern. Auf der ersten Nikolausfeier, die bereits wenige Monate nach der Gründung am 10.12.1972 stattfand, wurden die Jugendlichen beschenkt und konnten gleichzeitig das einstudierte Liedgut vortragen. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Angebote hinzu. Hauptsächlich Sportaktivitäten wie Kegeln, Wanderungen, Besuche in der Eishalle, einen Tag im Hochseilklettergarten in Volkersberg oder Fahrradtouren. Aber auch Kinobesuche und gemeinsame Abende im Musikerheim standen auf dem Plan. Zelt- und Hüttenlager stellten die bisherigen Highlights für die Jugend dar, da mehrere Tage gemeinsam verbracht werden konnten. Auch heute bietet die engagierte Jugendleiterin Kristina Grund den Kindern und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm an, das sie selbst mitgestalten können.

 

VI. Nachwort

Der Musikverein Waldaschaff hat in seinen 35 Jahren viel geleistet. Und noch immer sind Vereine und Kulturträger zukunftsweisend. Sie verbinden Menschen. Nach Bestehen meiner Abiturprüfung erwartet mich ein Netzwerk aus Möglichkeiten, Pflichten und Aufgaben. Bei diesen neuen Herausforderungen, die nach der schulischen Laufbahn auf jeden von uns warten oder gewartet haben, fällt es häufig schwer, sich zu orientieren. Außerdem wird es unmöglich sein, sämtliche Kontakte oder Freundschaften aus der Schulzeit dauerhaft und befriedigend weiter zu pflegen. Gerade in dieser Situation bedarf es einem Ort oder einem Glauben, der einem weiterhilft. In meinem Verein sehe ich zwar auch die Pflichten, die erfüllt werden müssen, aber primär geht es mir persönlich um die Menschen. Diese teilen ein Hobby mit mir, genauso wie Interessen. Meiner Meinung nach wurde in den letzten Jahren vereinsintern eine Atmosphäre aufgebaut, die locker, aber verpflichtend dazu einlädt, gemeinsam zu musizieren. Unser Freund und Dirigent Bernd Zwiesler hat mit dem Blasorchester noch sehr viel vor. 2008 ist beispielsweise eine CD-Aufnahme geplant, die das abwechslungsreiche Liedgut der letzten 25 Jahre reflektieren soll. Sicherlich wird der Verein auch weiterhin an Wertungsspielen teilnehmen. Ein Mitglied dieser funktionellen Gruppe zu werden, die inzwischen mehr ist, als nur ein Aushängeschild für die Gemeinde Waldaschaff, war niemals ein Fehler. Denn diese Menschen leisten mir nicht nur in bestimmten Lebensabschnitten Gesellschaft. Einige von ihnen sind inzwischen zu unentbehrlichen Begleitern und echten Freunden auf meinem Lebensweg geworden.

 

VII. Quellen

 

Textquellen:

- Protokollbücher der Jahre 1972 bis Januar 2007, erhalten von Schriftführer Peter Heller

- Vereinschronik bis 1997 aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des Musikvereins

 

Bildquellen:

- Kopien aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des Musikvereins Waldaschaff

- Bilder der Dirigenten, erhalten auf direkte Anfrage oder bei Familienmitgliedern

- Einige Bilder entnommen aus der Datenbank des Geschäftsführers Thorsten Hört

 

Weitere Quellen:

- Interviews mit dem Dirigenten Bernd Zwiesler am 26.12.2007 und am 5.01.2008

- Interview mit dem Geschäftsführer Thorsten Hört am 28.12.2007

- Interviews mit dem ersten Vorsitzenden Michael Schmitt am 17.11.2007, 31.12.2007

   und am 9.1.2008

 

Quellen der CD:

- Hörbeispiele, Aufnahmen einiger Frühlingskonzerte

- Kollektion der Konzertprogramme aus diversen vereinsinternen Quellen

- Urkunden, erhalten von Geschäftsführer Thorsten Hört und Schriftführer Peter Heller

- Bilder aus der Datenbank des Geschäftsführers Thorsten Hört

 

VIII. Anhang

 

Ämter

 

Dirigent

 

1. Vorsitzender

 

 

 

 

 

1972

Hain Rudolf

1972

Schmittner Felix

1975

Klusak Andreas

1981

Belz Alfred

Seit 1982

Zwiesler Bernd

1991

Hock Manfred

 

 

Seit 2005

Schmitt Michael

Geschäftsführer

 

 

 

 

 

2. Vorsitzender

 

1972

Klusak Andreas

 

 

1979

Fischer Ernst

1972

Belz Alfred

1985

Büttner Thomas

1981

Junker Anselm

1987

Braun Sigrid

1983

Schell Eduard

1989

Büttner Thomas

1987

Schell Klaus

1991

Schmitt Michael

1991

Belz Alfred

Seit 2005

Hört Thorsten

1993

Schmitt Michael

 

 

1999

Englert Karl-Peter

Jugendleiter

 

2001

Hört Horst

 

 

2005

Stürmer Horst

1975

Klusak Harald

Seit 2007

Schäfer Alexander

1977

Fischer Ernst

 

 

1981

Hannemann Wolfgang

Notenwart

 

1983

Schell Toni

 

 

1987

Schmitt Michael

1972

Schell Eduard

1989

Schell Hans

1985

Schell Hans

1991

Schmitt Sabine

1987

Schell Eduard

1997

Ganz Daniel

Seit 1991

Büttner Thomas

1999

Kunkel Christian

 

 

2001

Allig Alexander

Schriftführer

 

2003

Roth Christian

 

 

Seit 2005

Grund Kristina

1972

Fischer Ernst

 

 

1979

Büttner Thomas

Kassier

 

1981

Schmittner Walter

 

 

1983

Hussy Wolfgang

1972

Kraut Alfred

Seit 1985

Heller Peter

Seit 2005

Brehm Martin

 

 

 

                                     

 

 

Tabelle 1

Entwicklung des Mitgliederstandes

 

Jahr

Aktive

Passive

Gesamt

1972

27

55

82

1977

57

122

179

1982

55

190

245

1987

47

207

254

1992

54

222

276

1997

56

224

280

2002

70

249

319

2007

76

224

300

 

 

Tabelle 2

Liste aller Ausbilder des Musikvereins

 

 

 

 

 

Instrument

Ausbilder

Name der Schüler

 

Akkordeon

 Imhof Kerstin

Nebel Kathrin

 

Keyboard

Karl Larissa

 

 

 

 

 

 

Querflöte

Grund Kristina

---

 

Klarinette

Götz Andreas

Arndt Jacqueline

 

 

Hört Thorsten

Kunkel Rosalie

 

 

 

Lehmann Lena

 

 

 

Muldoon Sarah

 

 

Kunkel Edith

Frankenberger Pauline

 

 

 

Weinand Theresa

 

 

Oberle Julia

Brehm Paula

 

 

 

Schorowsky Michelle

 

 

 

Schwob Fritz

 

 

Rickert Oliver

---

 

Trompete

Schmitt Michael

Lehmann Lorena

 

 

 

Schmitt Jan

 

 

 

Schmitt Tim

 

 

Muldoon Julian

---

 

Flügelhorn

Martin Michael

Weinand Maximilian

 

Tenorhorn/Bariton

Kunkel Georg

Schäfer Florian

 

Posaune

Kunkel Georg

---

 

Waldhorn

Bubouv Milen

Götz Markus

 

 

 

Martin Pat

 

 

 

Rodde Fabian

 

 

 

Stürmer Niklas

 

Schlagzeug

Brehm Martin

Diederrich Tobias

 

 

 

Lorenz Selina

 

 

 

Rausch Niklas

 

 

 

Richter Timon

 

 

 

Schäfer Lukas

 

 

Büttner Yvonne

---

 

Saxophon

Imhof Peter (passiv)

Eckert Andreas

 

 

Kunkel Edith

Stein Marie-Theres

 

 

Unterricht außerhalb MVW

Wengerter Antonia

 

 

 

Besetzung:

 

Dirigent:                     Zwiesler Bernd

 

Oboe:                          Frosch Heiko ( Profimusiker, nicht im Verein )

Piccoloflöte:               Büttner Jessica

1. Querflöte:               Grund Kristina

2. Querflöte:               Stein Marie-Theres

                                   Dequatremare Anne

                                   Gasser Ruth ( pausiert )

Eb-Klarinette:             Rickert Oliver

1. Klarinette:              Götz Andreas

                                   Oberle Julia

2. Klarinette:              Zöllner Stephanie

                                   Stegmann Kathrin

                                   Braun Bianca ( pausiert )

3. Klarinette:              Hört Thorsten

                                   Lehmann Lena

                                   Muldoon Sarah

                                   Weinand Theresa

Bassklarinette:            Kunkel Edith ( nur Konzertbesetzung )

Fagott:                                    Büttner Thomas

1. Altsaxophon:          Martin Sigrid

2. Altsaxophon:          Eckert Andreas

                                   Wengerter Antonia ( seit 2008 )

1. Tenorsaxophon:      Braun Sandra ( pausiert )

 

1. Trompete:               Schmitt Michael

2. Trompete:               Muldoon Julian

                                   Hasenstab Rüdiger    

3. Trompete:               Heller Peter

1. Flügelhorn:             Martin Michel

                                   Hört Florian

2. Flügelhorn:             Stürmer Sebastian

1. Waldhorn:              Stürmer Niklas

                                   Oster Hermann ( nur Konzertbesetzung )

2. Waldhorn:              Rodde Fabian

3. Waldhorn:              Martin Pat

                                   Hundertmark Alena ( pausiert )

4. Waldhorn:              Götz Markus

1. Tenorhorn:              Roth Christian

2. Tenorhorn:              Hussy Wolfgang

Bariton:                      Brehm Matthias

1. Posaune:                 Schreck Robert

2. Posaune:                 Schäfer Alexander ( ursprünglich Bariton, aufgrund des Mangels 2008  auf  Posaune umgestiegen )

 

Tuba:                           Büttner Sascha

                                    Kunkel Lukas

                                    Kunkel Christian ( bei Bedarf und bei Konzertbesetzung )            

 

Drumset:                     Brehm Martin

Perkussion 1:              Büttner Ulrike

Perkussion 2:              Richter Timon

Pauken:                       Schäfer Lukas

Stabspiel:                    Büttner Yvonne ( pausiert )

 

Insgesamt 40 aktive Musiker, die regelmäßig an Proben und Auftritten teilnehmen.



[1] Zur Entwicklung des Mitgliederstandes vgl. Tabelle 1, Anhang Seite 30

[2] Vgl. Liste der Ämter, Anhang Seite 29

[3] Beliebtes Gasthaus der Gemeinde Waldaschaff

[4] Zu den Konzerten vgl. Konzertprogramme auf CD

[5] Angefertigte Mappen des Blasorchesters mit Marsch-, Stimmungs- und Polkaliedgut

[6] Zum Diplom vgl. Kopie des Dokuments auf CD

[7] Zu den Frühlingskonzerten vgl. Auswahl an Hörbeispielen auf CD

[8] Vgl. Qualifikationen für das Blasorchester

[9] Zu den Wertungsspielen vgl. Urkunden und Ergebnistabellen auf CD

[10] Vgl. gleichnamige Hörbeispiele auf CD

[11] Ralph Vaughan Williams (geboren am 12.10.1872 in  Down Ampney, Gloucestershire; † 26.08.1958 in  

    London), englischer Komponist und Dirigent

[12] Zum Wertungsspiel in Irland vgl.  Jubiläumsreise nach Irland 2007

[13] Zu den genannten Polkawerken existieren keine Aufnahmen, da die Stücke bei keinem aufgezeichneten

    Konzert aufgeführt wurden

[14] Vgl. gleichnamige Hörbeispiele auf CD

[15] Zur Besetzung vgl. Liste aller Instrumente des Blasorchesters, Anhang Seite 31

[16] “World Association for Symphonic Bands and Ensembles”, gegründet 1981 in Manchester, England.

[17] Vgl. Hörbeispiele des Akkordeonorchesters auf CD

[18] Zu den Ausbildern vgl. Tabelle 2, Anhang Seite 30

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